1. Was ist das Wichtigste im Leben?
Es ist wichtig, gesund zu sein, aber das ist nicht das Wichtigste, denn eines Tages müssen wir alle sterben. Es ist wichtig, Geld zu haben, aber das ist immer noch nicht das Wichtigste, denn eines Tages müssen wir alles, was wir besitzen, zurücklassen. Es ist wichtig, Lebensfreude zu haben, aber auch das hält nicht ewig. Wenn wir bedenken, wie kurz die Zeit und wie lang die Ewigkeit ist, dann gibt es nur eins, das wirklich entscheidend ist: Wir müssen darüber Sicherheit haben, wo und wie wir die Ewigkeit verbringen werden. Du und ich müssen einfach wissen, ob man unsere Ewigkeit H - I - M - M - E – L oder H -Ö - L - L - E buchstabiert. Jesus stellte die alles entscheidende Frage: "Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber dabei seine Seele verliert? Was kann ein Mensch als Tausch für seine Seele geben?" (Markus 8,36-37).
2. Warum ist das Ganze überhaupt ein Problem?
Das Problem heisst Sünde. Die Sünde hat den Menschen von Gott getrennt, und darum passt er nicht in den Himmel, ist aber bestens qualifiziert für die Hölle. Die Bibel sagt: "Eure Ungerechtigkeiten trennen euch von Gott, und eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verhüllt." (Jesaja 59,2).
3. Was ist Sünde?
Sünde ist alles, was nicht an Gottes Vollkommenheit heranreicht. Das meint Gott, wenn er sagt: "Alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes." (Römer 3,23). Sünde ist alles, was wir tun, obwohl wir wissen, dass es nicht in Ordnung ist: "Alle Ungerechtigkeit ist Sünde." (1. Johannes 5,17). Sünde ist alles, was wir unterlassen, obwohl wir wissen, dass wir es tun sollten: "Wer Gutes tun könnte und es nicht tut, dem ist es Sünde." (Jakobus 4,17). Sünde ist alles, was das Gewissen verletzt: "Alles, was nicht aus Glauben getan wird, ist Sünde." (Römer 14,23). Sünde ist aller Eigenwille, wenn wir zu Gott sagen: "Nicht dein Wille, sondern mein Wille soll geschehen." Nicht nur unsere Gedanken, Worte und Taten sind sündig, sondern unser ganzes Innenleben ist voller Sünde. Was wir sind, ist sogar viel schlimmer als alles, was wir tun oder je getan haben
4. Du weckst mir Schuldgefühle! Willst du denn nicht, dass ich ein gutes Selbstwertgefühl habe?
Gott will, dass du dich schuldig fühlst, weil du schuldig bist. Du sollst aufwachen und endlich etwas dagegen unternehmen. Wer nicht zugeben will, dass er krank ist, geht nie zum Arzt. Sagte Jesus Christus nicht: "Die Gesunden brauchen keinen Arzt, sondern die Kranken!" (Lukas 5,31). Nur wer zugibt, dass er ein Sünder ist, kommt zu Jesus. Was nützt ein starkes Selbstwertgefühl, wenn man Richtung Abgrund schlittert?
5. Wenn gute Menschen in den Himmel kommen und schlechte in die Hölle, was soll ich mich darum scheren?
Die Denkvoraussetzung ist falsch, und darum ist auch die Schlussfolgerung falsch. Es ist nicht wahr, dass gute Menschen in den Himmel kommen. Warum? Weil Gott sagt, dass es gar keine guten Menschen gibt: "Denn unter den Menschen ist kein Gerechter auf Erden, der Gutes tut und nicht sündigt." (Prediger 7,20). Die einzige Sorte Menschen, die in den Himmel kommt, sind schlechte Menschen, die Gott aus Gnade gerettet hat. Deine Denkvoraussetzung ist falsch, und darum ist deine Schlussfolgerung falsch. Wenn du nicht aus Gnade gerettet bist, dann hast du allen Grund, dir Sorgen zu machen.
6. Willst du behaupten, ich sei so schlecht, wie all die miesen Leute, die ich kenne?
Wenn du dich mit Freunden oder Verwandten vergleichst, bist du vielleicht nicht so schlecht. Nur ist das kein Massstab. Die Bibel sagt, dass nur die Narren sich an sich selbst und an den andern messen. (2.Korintherbrief 10,12). Es zählt nur Gottes Massstab. Die Frage ist, wie er uns sieht, und in seinen Augen sind wir alle Sünder.
7. Wenn ich die Zehn Gebote halte und mir Mühe gebe - ist das nicht genug?
Zuerst solltest du dir einmal bewusst werden, was die Zehn Gebote dir abverlangen:
1. Keine anderen Götter. Der wahre Gott muss den ersten Platz haben. Das eliminiert alle Götter der Heiden, aber auch die modernen Götter wie Geld, Sex, Macht, Ego. Keiner dieser Götter darf in deinem Leben auf dem Thron sitzen.
2. Keine Götzen. Wir denken bei Götzen meist an Skulpturen. Dieses Gebot verbietet aber auch die Verehrung von Dingen wie ein Auto, ein Haus, eine Frau, oder die eigenen Kinder.
3. Nenne den Namen des Herrn nicht in leichtfertiger oder unaufrichtiger Weise. Das heisst, dass alles Fluchen und alles falsche Schwören verboten ist.
4. Halte den Ruhetag. Wir sollten einen speziellen Tag von den sieben für den Gottesdienst aussondern.
5. Ehre deinen Vater und deine Mutter. Sei ihnen nicht ungehorsam, behandle sie nicht respektlos, stehle nicht von ihnen. Sorge dich um sie, und zeige ihnen, wie dankbar du für sie bist.
6. Töte nicht. Wenn du auch nie einen Menschen ermordet hast, so solltest du nicht vergessen, dass wir alle am Mord des Sohnes Gottes mitschuldig sind. Es waren unsere Sünden, die ihn ans Kreuz brachten. Zudem lehrte Jesus, dass Hass und Zorn der Keim zum Mord sind. (Matthäus 5,21-22; 1. Johannes 3,15). Ist zudem nicht auch Abtreibung Mord an einem Ungeborenen?
7. Begehe nicht Ehebruch. Damit ist jegliche Sexualität ausserhalb der Ehe verboten. Jesus lehrte, dass schon der begehrliche Blick Ehebruch ist. (Matthäus 5,28).
8. Stiehl nicht. Stiehl nicht das Gut deines Nachbarn, aber beraube Gott auch nicht des Gehorsams und der Ehrfurcht, die du ihm schuldest.
9. Lüge nicht. Frisiere nicht die Angaben auf dem Steuerformular. Gib dein Alter wahrheitsgemäss an. Erzähle keine "weissen" Lügen, nimm nicht Zuflucht zu Notlügen. Übertreibe und beschönige nicht.
10. Begehre nicht. Begehren, oder gelüsten beginnt im Gehirn. Also bedeutet dieses Gebot, dass du ein reines Gedankenleben haben musst. Was passiert alles in deinen Gedanken?
Jesus fasste die Gebote zusammen, als er sagte, wir müssten Gott lieben über alles und unseren Nächsten wie uns selbst. Niemand, ausser Jesus, hat dieses Gebot je gehalten.
8. Warum wurden die Zehn Gebote überhaupt gegeben, wenn sie doch niemand halten kann?
Sie wurden uns gegeben, um uns zu überführen. Sie sollen uns überzeugen, dass wir tatsächlich Sünder sind: "Durch das Gesetz kommt Sündenerkenntnis." (Römer 3,20). Man braucht eine gerade Linie, um eine krumme Linie zu entlarven. Die Gebote sind Gottes gerade Linie. Wir stellen uns neben diese Linie, und dann merken wir plötzlich, wie krumm wir sind.
Aber die Gebote waren nie als eine Leiter gedacht, auf der wir in den Himmel steigen. Ein Spiegel zeigt, wie schmutzig wir sind; aber der Spiegel wäscht den Schmutz nicht weg. Ein Thermometer gibt das Fieber an, aber er kann das Fieber nicht senken.
9. Habe ich keine Möglichkeit, um meine Sünden abzubüssen?
Nein, keine.
10. Willst du behaupten, ich hätte immer umsonst für meine Sünden gebüsst?
Die Bibel weiss nichts von "Büssen für Sünden." Vielmehr sagt die Bibel, dass alle unsere Gerechtigkeiten (also das beste, was wir bieten können) nichts als stinkende Fetzen sind. (Jesaja 64,6).
Nein, Gott will nicht, dass wir Sünden abbüssen. Er will, dass wir Busse tun.
11. Was verstehst du unter "Busse" tun?
Busse tun bedeutet, dass ich mein Denken ändere über Sünde, über mich selbst, über Gott und über Christus. Das ändert meine ganze Einstellung und damit auch meine Handlungen. Busse betrifft nicht nur den Verstand, sondern auch das Gewissen. Es ist das Eingeständnis des Sünders, dass er gottlos, verloren, hilflos und hoffnungslos ist und Gottes Gnade nötig hat. Es ist eine Umkehr von 180 Grad. Es bedeutet, dass ich mich auf Gottes Seite stelle, Gott recht gebe und mich selbst verurteile.
Es beinhaltet auch Reue, das heisst, Schmerz darüber, dass ich gesündigt habe. Aber es ist mehr als nur das. Denn manchmal tut es einem leid, dass man gesündigt hat, aber man hört nicht auf.
12. Habe ich denn keine Möglichkeit, mein Heil zu verdienen? Das würde mir besser gefallen!
Das ist der Grund, warum die ganze Vorstellung, dass man sich selbst erlösen kann, so beliebt ist. Der Gedanke, dass ich mich selbst retten kann, schmeichelt mir natürlich. So erhält die sündige Natur des Menschen ein kleines Ehrenpodest.
Es gibt wirklich keine Möglichkeit, sich sein Heil selbst zu verdienen. Gott sagt, dass wir allein aus Gnade gerettet werden. (Epheser 2,8-9).
13. Du sagst immer wieder, man wird aus Gnade gerettet. Was meinst du damit?
Gnade bedeutet, dass Gott denen Gutes tut, die es nicht verdient haben, ganz im Gegenteil. Es ist wie ein Geschenk, das man sich auch nicht verdienen kann. Den Zahltag, den verdienen wir. Aber ein Geschenk nehmen wir dankend entgegen. Gnade und eigene Leistungen können nicht kombiniert werden. Es muss eines von beiden sein. Gnade muss auch von Gerechtigkeit unterschieden werden. Wenn es nach Recht geht, bekommen wir, was wir verdient haben. Wenn es nach Gnade geht, bekommen wir, was wir nicht verdient haben.
14. Verstehe ich recht: Du glaubst nicht an den Wert von guten Werken?
Wir haben schon gesehen, was die Bibel dazu sagt: Wir werden nicht durch gute Werke gerettet. Wenn wir aber einmal aus Gnade gerettet sind, dann sollten gute Werke unser Leben charakterisieren. Gute Werke sind nicht die Ursache, sondern die Folge der Errettung. Sie sind nicht die Wurzel, sondern die Frucht; nicht der Ursprung, sondern das Ergebnis.
Das erste gute Werk, dass jemand tun kann, ist an Jesus Christus glauben. (Johannes 6,29). Von da an ist alles, was du zur Ehre Gottes und zum Wohl des Nächsten tust, ein gutes Werk.
15. Ich wurde als Kind getauft. Genügt das nicht?
Die Taufe rettet niemanden, weder kleine Kinder noch Erwachsene. Es gibt nicht einen einzigen Vers im ganzen Neuen Testament, der die Säuglingstaufe unterstützt. Wir lesen ausschliesslich von Menschen, die zum Glauben gekommen waren an Jesus Christus als ihren Herrn und Retter. (Apostelgeschichte 2,41).
Die Lehre, dass die Taufe Kinder rettet, macht Gott zum ungerechten Richter, der Leute verurteilt, die niemanden hatten, der sie als Säuglinge zum Taufstein trug. Das macht das Wasser zum Heiland anstatt Jesus.
Wenn Säuglinge durch das Beträufeln mit ein wenig Wasser errettet werden können, warum musste Jesus dann sterben?
Die Sache funktioniert einfach nicht. Zahllose Menschen, die als Kinder getauft wurden, sind nachher Ehebrecher, Totschläger und Verbrecher geworden.
16. Sag mir klar heraus: Was muss ich tun, um gerettet zu werden?
Du musst von neuem geboren werden. Jesus sagte in dürren Worten: "Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Du musst von neuem geboren werden." (Johannes 3,7). Wenn du nicht von neuem geboren wirst, wirst du das Reich Gottes nie sehen und nie zu diesem Reich gehören.
17. Was meinst du mit "von neuem geboren werden"?
Die neue Geburt ist ein Wunder, es ist ein übernatürliches Werk Gottes, dass dann geschieht, wenn ein Mensch über seine Sünden Busse tut und Jesus Christus im Glauben als Herrn und Retter aufnimmt. Deine erste Geburt war leiblich; die zweite Geburt ist geistlich.
18. Du sagst, der einzige Weg zum Heil sei der Glaube an Christus. Ist es nicht intolerant zu denken, dass es nur einen Weg gibt?
Dann ist die Bibel intolerant. Jesus sagte, dass niemand zum Vater kommen kann ausser durch ihn. (Johannes 14,6). Petrus sagte, dass niemand gerettet werden kann ausser durch Christus. (Apostelgeschichte 4,12). Paulus schrieb, dass es keine andere Grundlage geben kann als Christus. (1.Korinther 3,11). Der Glaube an Christus ist der einzige Weg zur Errettung.
19. Was bedeutet es, zu glauben?
Es bedeutet, dass du Jesus Christus allein als deine einzige Hoffnung auf den Himmel annimmst. Du verwirfst jede Vorstellung, dass du dich selbst retten oder zur Errettung etwas beitragen kannst, und du setzt dein ganzes Vertrauen auf ihn.
Die Bibel verwendet verschiedene gleichbedeutende Begriffe, beispielsweise: Aufnehmen; durch die Tür gehen; eine Tür öffnen; essen; trinken; heimkommen (wie der verlorene Sohn); ein Geschenk annehmen; schauen; berühren (den Saum seines Gewandes fassen); eine Einladung zu einer Hochzeitsfeier annehmen; nachfolgen.
20. Ist Glauben nicht ein Sprung ins Ungewisse?
Nein. Im Gegenteil: der Glaube verlangt die grösste Absicherung, und er findet sie im Wort Gottes. Es gibt nichts, das so sicher ist, wie Gottes Wort. Sein Wort ist Wahrheit. (Johannes 17,17). Ihm zu vertrauen, ist das Einleuchtendste, das Logischste, das Vernünftigste, was ein Mensch überhaupt tun kann. Was könnte vernünftiger sein, als dass ein Geschöpf seinem Schöpfer vertraut? Er kann nicht lügen, betrügen oder betrogen werden.
21. Ist das Evangelium nicht zu einfach, zu billig?
Es ist einfach, gerettet zu werden; so einfach, dass es allen offen steht. Es ist billig für den Sünder: es kostet kein Geld. (Jesaja 55,1). Es war aber nicht billig für den Retter. Er musste die Herrlichkeit des Himmels verlassen, sich in diesen Urwald der Sünde hineinbegeben, leiden, sein Blut vergiessen und einen entsetzlichen Tod sterben, um unsere Vergebung zu erkaufen. (1.Petrus 2,24).
22. Wie kann ich wissen, ob ich richtig geglaubt habe oder genügend geglaubt habe?
Der Glaube ist nicht der Retter. Jesus ist der Retter. Wahrer Glaube ergreift ihn. Es ist nicht die intellektuelle Zustimmung bestimmter Fakten, sondern das Vertrauen auf eine Person. Es ist nicht entscheidend, ob ich viel oder wenig glaube; es ist vielmehr entscheidend, dass ich an die richtige Sache, d. h. die richtige Person, glaube.
23 Du sagst, man brauche nichts zu tun, um gerettet zu werden. Man müsse nichts tun ausser glauben. Ist das nicht ein Widerspruch?
Es klingt widersprüchlich, aber pass auf: Es ist nicht etwas Verdienstvolles, das du tun musst (oder kannst). Du wirst nicht gerettet durch Kirchenzugehörigkeit, ordentlichen Empfang der Sakramente, Spenden für Menschen in Not usw. (Titus 3,5). An Christus glauben, ist nicht eine Leistung, die man sich verdient. Du verdienst dir damit nichts, und du kannst dich nachher auch nicht damit brüsten.
24. Wie kann ich wissen, dass ich durchhalte, nachdem ich zum Glauben gekommen bin?
Du wirst genau so unfähig sein, dich selbst in der Errettung zu bewahren, wie du unfähig warst, dich selbst zu retten. Christus rettet nicht nur; er bewahrt auch. Wenn er ein gutes Werk in dir angefangen hat, dann wird er es zu Ende führen. (Philipper 1,6; Judas 24).
25. Wenn man nichts anderes tun muss, als nur zu glauben, kann man dann nicht so leben, wie es einem gerade passt?
Wenn du gerettet bist, verändert Gott dein Wünschen. Du willst dann nicht mehr sündigen. Du verlierst den hemmungslosen Appetit auf die Sünde. Du willst nicht mehr die Dinge praktizieren, die deinen Retter ans Kreuz brachten. Du bekommst ein Verlangen nach Heiligkeit. Die Bibel sagt: "Wenn jemand in Christus ist, ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; schau, alles ist neu geworden." (2. Korinther 5,17).
26. Wenn ich sündige, nachdem ich errettet worden bin, verliere ich dann nicht mein Heil?
Jesus sagte, dass kein einziges der Schafe seiner Herde verloren gehen wird. (Johannes 10,27.29). Alle, die gerechtfertigt worden sind, werden eines Tages verherrlicht werden. (Römer 8,30). Die Errettung ist eine Geburt (Johannes 3,3-5). Eine Geburt ist etwas Endgültiges, das nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Die Errettung bedeutet ewiges Leben. (Johannes 3,16.36). Ewig heisst ohne Ende. Nichts kann den Gläubigen von der Liebe Gottes scheiden. (Römer 8,38.39).
27. Aber ich kenne jemand, der errettet war, dann sündigte und verloren ging. Was sagst du jetzt?
Wenn er wirklich gerettet war, dann ist er nicht verloren. Wenn er aber nur ein Lippenbekenntnis abgelegt hatte, dann hat er nie eine echte Bekehrung, sondern höchstens eine moralische Aufrüstung erlebt. Es sah aus, wie ein Neuanfang, aber nach einiger Zeit fiel er in das alte Leben zurück. Wir müssen unseren Glauben auf der Bibel aufbauen, nicht auf unsere Erfahrungen. Die Frage muss immer lauten: "Was sagt die Bibel?"
28. Du sagst, dass einem die Sünden vergeben werden, wenn man zum Glauben kommt. Was ist mit den Sünden, die man nach der Bekehrung begeht?
Wenn wir errettet werden, werden uns alle Sünden vergeben, was die Strafe der Sünde betrifft. Als Jesus starb, starb er für alle unsere Sünden, die vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen. Als er starb, lagen sie alle noch in der Zukunft. Er starb für sie alle. Gott, der Richter, findet keine Sünden mehr, für die er den Gläubigen mit der ewigen Verdammnis strafen müsste, weil Jesus auf dem Kreuz von Golgatha die Strafe trug: "Darum gibt es keine Verdammnis für alle, die in Christus Jesus sind." (Römer 8,1). Sünden, die wir nach der Bekehrung begehen, ziehen verschiedene Folgen nach sich:
Sie bringen dem Namen des Herrn Unehre.
Sie rauben uns die Freude.
Sie stellen die Echtheit unserer Bekehrung in Frage. J. I. Packer sagte: "Der einzige Beweis der Bekehrung ist ein bekehrtes Leben."
Sie halten das geistliche Wachstum auf.
Sie setzen uns der göttlichen Züchtigung aus.
Wenn wir zum Glauben kommen, bekommen wir eine Vergebung, die wir "die richterliche Vergebung" nennen können: Gott, der Richter, spricht uns ein für allemal von der ewigen Strafe der Sünde frei.
Wenn wir als Gläubige sündigen und unsere Sünden bekennen, bekommen wir das, was wir "väterliche Vergebung" nennen können. Gott, der Vater, vergibt uns als seinen Kindern. Diese Art Vergebung brauchen wir täglich, bis an unser Lebensende.
29. Was passiert, wenn ich als Bekehrter mit nicht bereinigten Sünden sterbe?
Wie eben erklärt, ist die Strafe dieser Sünden von Jesus am Kreuz getragen worden. Er hat bezahlt, und Gott wird niemals verlangen, dass für die gleiche Sache zweimal bezahlt wird. Deine ewige Errettung wird davon also nicht berührt.
Die Gemeinschaft, die durch deine Sünden unterbrochen wurde, wird wiederhergestellt werden, wenn du in die Gegenwart des Herrn hinübergehst. Sünden, die wir als Christen nicht bekannt haben, führen dazu, dass wir vor dem Richterstuhl Christi von unserem Lohn verlieren.
30. Du sagst, dass Christus für alle Menschen gestorben ist. Warum werden dann nicht alle gerettet?
Der Tod Jesu Christi genügt für die Sünden aller Menschen aller Zeiten. Aber sein Tod nützt nur dem Menschen, der Christus im Glauben annimmt.
Gott rettet keinen Menschen gegen seinen Willen. Er wird den Himmel nicht mit Menschen bevölkern, die nicht dort sein wollen.
31 Werde ich von starken Gefühlen überwältigt, wenn ich zum Glauben komme?
Das ist bei einigen Menschen der Fall, bei anderen nicht. Leute, die aus zerrütteten Lebensumständen zum Glauben kommen, erleben oft eine dramatische Befreiung. Andere erleben ein stilles Erfassen der göttlichen Gabe. Es ist keine Frage, dass die Errettung auch Emotionen auslöst, aber die Gefühle können verschieden stark sein, manchmal treten sie später auf, und auch dann meist nur vorübergehend.
32. Wie kann ich wissen, dass ich errettet bin?
Als erstes durch die Bibel. Die Bibel wurde geschrieben, damit jeder wissen kann, dass er ewiges Leben hat, wenn er an den Sohn Gottes glaubt. (1.Johannes 5,13). Es lassen sich noch mehr Indizien nennen:
Das Verlangen, Gott zu gehorchen.
Liebe zu den Christen.
Ein geheiligtes Leben.
Abscheu vor der Sünde.
Liebe zum Wort Gottes.
Freude am Gebet.
Bewusstsein der göttlichen Führung.
Beständiges Bleiben im Glauben.
Das Zeugnis des innewohnenden Geistes.
Das Verlangen, andern die frohe Botschaft zu sagen.
33. Muss ich nicht in meinem Leben aufräumen, bevor ich zu Jesus kommen darf?
Das ist nicht das Evangelium. Je mehr du es versuchst, desto frustrierter wirst du werden. Was du brauchst ist nicht eine renovierte Fassade, sondern ein neues Leben. Der mit Jesus gekreuzigte Verbrecher konnte sein Leben nicht in Ordnung bringen, und das kannst du auch nicht. Jesus redete einmal von einem Menschen, der versuchte, sein Leben in Ordnung zu bringen. Sein Haus war sauber geputzt, aber es war leer; er hatte den Retter nicht hereingelassen. Sein Ende war schlimmer als sein ursprünglicher Zustand. (Matthäus 12,43.45).
34. Ist es nicht Anmassung zu sagen, man sei gerettet?
Wenn die Errettung von uns abhinge, dann wäre es wirklich Anmassung. Aber wenn der Gläubige sagt, er sei gerettet, dann nimmt er den Mund nicht zu voll. Er sagt eigentlich nichts anderes als: "Die Sünden, das war ganz mein Werk; die Errettung, das war ganz Gottes Werk." Er schreibt die Errettung vollständig Gott und seiner Gnade zu. Er hat nichts dafür geleistet. Der schlimmste Frevel wäre, Gott zum Lügner zu machen, und genau das tun wir, wenn wir der Aussage nicht glauben, die er über seinen Sohn gemacht hat. (1. Johannes 5,10).
35. Wenn die Christen Recht haben, warum gibt es dann so wenige?
Diese Frage setzt voraus, dass die Mehrheit meistens oder immer im Recht ist. Das stimmt aber nicht. Bei der Sintflut wurden nur acht Menschen gerettet; die übrigen kamen alle um. Auf Golgatha war die Menge im Unrecht; nur eine Handvoll eingeschüchterter Jünger war im Recht.
Jesus sagte: "Die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zum Verderben führt, und viele sind, die durch sie eingehen. Denn die Pforte ist eng, der Weg ist schmal, der zum Leben führt, und es sind wenige, die ihn finden." (Matthäus 7,13-14).
36. Wenn Gott allmächtig ist, warum lässt er Kriege, Katastrophen und Leid zu?
Alle diese Dinge sind als Folge der Sünde in die Welt gekommen. Gott ist nicht der Urheber irgend eines Bösen. Alle Krankheit, alles Leid, jeder Kummer und der Tod gehen auf den Teufel zurück. Gott lässt es zu, aber er verwendet all dieses Leidvolle zu seiner Ehre und zur Wohlfahrt seines Volkes. Alles muss letztlich seine guten Absichten vorantreiben.
37. Wenn Gott ein Gott der Liebe ist, wie kann er Menschen in die Hölle werfen?
Erstens hat Gott die Hölle nicht für die Menschen gemacht. Er machte sie für den Teufel und seine Engel. Gott will nicht, dass ein einziger Mensch in die Hölle fährt. Um es zu verhindern, hat er seinen Sohn in diese Welt geschickt, um zu leiden, zu bluten und einen schlimmen Tod zu sterben. Wenn aber der Mensch das Heilsangebot Gottes verachtet? In einem sehr wirklichen Sinn werden nur solche Menschen in die Hölle fahren, die es gewählt haben; Menschen, die bewusst die freie Gabe des ewigen Lebens abgewiesen haben.
38. Was mich stört, sind die vielen Heuchler in den Kirchen.
Es ist wichtig zu beachten, dass ein grosser Unterschied ist zwischen wahren Christen und Namenschristen, zwischen denen, die nur ein Lippenbekenntnis zu Christus abgelegt haben, und denen, die mit ihren Leben beweisen, dass sie echte Christen sind. Es gibt auch in der Politik Heuchler, aber das hält niemanden davon ab, seinen Stimmzettel zu gebrauchen. Es gibt Heuchler unter den Sportlern, aber das hindert die Massen nicht daran, in die Stadien zu drängen. Es gibt Falschgeld, aber deswegen lehnt niemand rundweg jedes Geld ab. Man macht ja nur Dinge nach, die einen gewissen Wert haben. Wir sollten christliche Heuchelei nicht entschuldigen, aber auch nicht als Ausrede verwenden, um uns nicht persönlich zu bekehren. Gott verlangt nicht von dir, dass du an die Christen glaubst; du sollst an Jesus glauben. Wenn du Christ wirst, dann hast du die Gelegenheit, der Welt zu zeigen, was ein echter Christ ist.
39. Ich zögere, weil ich glaube, dass die Gemeinden nur auf das Geld ihrer Mitglieder aus sind.
Manchmal wird das als Ausrede verwendet, um nicht Christ zu werden. Es stimmt zwar, dass gewisse Gemeinschaften, Organisationen und Fernsehprogramme eine regelrechte Meisterschaft entwickelt haben, um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Das ist ein Zerrbild des christlichen Glaubens. Gott will nicht dein Geld. Er will dein volles Vertrauen.
40. Muss ich mich taufen lassen, wenn ich Christ werde?
Wenn du wirklich bekehrt bist, dann wirst du selbst getauft werden wollen. Es ist zwar nicht nötig, um gerettet zu werden, aber es ist nötig, wenn wir gehorsam sein wollen. Weil Jesus die Taufe befohlen hat, ist sie sehr wichtig. (Matthäus 28,19). Es ist eine der ersten Gelegenheiten, bei denen du vor aller Welt deinen Glauben publik machen kannst. Wenn sich jemand hartnäckig weigert, getauft zu werden, dann muss man die Echtheit seiner Bekehrung anzweifeln. Ein bekennender Christ, der ungetauft stirbt, wird in alle Ewigkeit ungetauft bleiben.
41. Wenn ich mich bekehre, muss ich mich dann vom Glauben meiner Eltern und meiner Kindheit abwenden?
Wenn dieser Glaube die Gottheit Christi leugnet oder wenn er lehrt, dass man durch Werke gerettet wird, oder wenn er Götzendienst praktiziert, oder wenn er leugnet, dass die Bibel Gottes Wort ist, dann musst du diesem Glauben absagen. Dann wirst du es auch tun, sogar wenn du dir damit Konflikte mit den Angehörigen einhandelst.
Jesus sagte: "Denkt nicht, dass ich gekommen bin, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater, und die Tochter mit ihrer Mutter, und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein." (Matthäus 10,34-36). Oft wenden sich die Angehörigen gegen jemanden, der sich frisch bekehrt hat.
Das soll dich aber nicht entmutigen. Die Erfahrung zeigt, dass die anfängliche Feindschaft nachlässt, wenn der Bekehrte ein glaubwürdiges Leben führt, und oft kommen die zuerst ablehnenden Angehörigen selbst zum Glauben.
Die Verantwortung des Christen ist es, dem Herrn zu gehorchen und alle Folgen ihm zu überlassen. Er belohnt immer Gehorsam.
42. Ich denke, ich sollte mich bekehren, aber ich habe Angst. Kannst du mir sagen, was los ist?
Das kann verschiedene Ursachen haben. Es kann Stolz sein. Es kann sein, dass du dich schämst, dich auf die Seite von Jesus zu stellen. Es kann sein, dass du die Sünde mehr liebst als Christus, dass dir das Vergnügen wichtiger ist als Heiligkeit. Es kann sein, dass die Liebe zu einer ungläubigen Person dich zurückhält. Es kann sein, dass der Druck der Familie dich zurückhält, die Angst vor Reaktionen deiner Eltern.
43. Ich denke, ich warte noch ein bisschen. Was spricht dagegen?
Du hast zwei Dinge vergessen. Eines ist die Ungewissheit des Lebens. Das andere ist die Möglichkeit, dass Jesus jeden Augenblick wieder kommen kann.
44. Ich verstehe, dass ich bei einem Unfall sterben könnte, aber das mit dem Kommen von Jesus?
Jesus versprach seinen Jüngern, dass er wieder kommen wird. Niemand weiss, wann; es kann heute sein. Es gibt viele Anzeichen dafür, dass es bald sein könnte. Wenn er kommt, werden die wahren Gläubigen von der Erde in den Himmel geholt werden. Alle, die das Evangelium gehört aber abgewiesen haben, werden keine Chance mehr haben. Sie werden durch eine Zeit unbeschreiblicher Not auf dieser Erde gehen müssen, um nach dem Tod in die Hölle zu fahren.
45. Redest du vom Weltuntergang?
Nein. Es müssen zuerst noch viele Dinge passieren. Zuerst wird, wie gesagt, Jesus wieder kommen und die wahren Christen zu sich in den Himmel holen. Dann wird er nach einer Periode unvorstellbarer Not auf dieser Erde sein Reich aufrichten. Dieses Reich wird 1000 Jahre dauern. Am Ende der Zeit wird diese Welt untergehen. Sie wird sich in einem gigantischen Brand auflösen. Gott wird dann einen neuen Himmel und eine neue Erde erschaffen, die ewig bestehen werden.
46. Alles klar. Sag mir noch einmal so einfach wie möglich, wie ich gerettet werden und der Sache auch sicher sein kann.
Erstens musst du vor Gott bekennen, dass du ein schuldiger, verlorener Sünder bist und dass du die Strafe des ewigen Todes verdienst.
Du musst jeden Gedanken fahren lassen, du könntest dich selbst retten oder in irgend einer Weise zur Errettung beisteuern durch anständiges Betragen oder durch irgend welche guten Werke.
Dann musst du glauben, dass der Herr Jesus Christus als Stellvertreter für dich starb und damit die Strafe auf sich nahm, die du mit deinen Sünden verdient hättest.
Schliesslich musst du ihn in einem bewussten Glaubensschritt als alleinigen Herrn und Retter und als deine alleinige Hoffnung auf den Himmel aufnehmen!
Wenn du das in totaler Aufrichtigkeit tust, dann bürgt Gott mit seinem Wort dafür, dass du für die Zeit und für alle Ewigkeit gerettet bist.
Hier hast du Gottes Versprechen: "So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe sondern ewiges Leben habe." (Johannes 3,16).
Du hast alles zu gewinnen, aber nichts zu verlieren!
Willst du an Jesus Christus glauben? Willst du es jetzt tun?
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Jesus spricht:
Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich eingeht, so wird er errettet werden..... Joh. 10,9